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Seminar im Sommersemester 2005
Kryptographische Protokolle
Vorbesprechung: Am Mittwoch, den 16.02.05, um 14:00 Uhr im Raum 0.118
Seminar-Termin: Montag, 09:45-11:15 Uhr im Raum 0.124
Kontaktperson:
Barbara König
Inhalt
Mit der zunehmenden Ausbreitung des Internets nimmt auch der
Bedarf an sicherer Kommunikation zu, z.B. für E-Commerce und
Internet-Banking oder zum sicheren Austausch geheimer
Informationen wie beispielsweise Kreditkarten-Nummern. Dieses
Seminar beschäftigt sich mit den Techniken, die eingesetzt
werden, um diese Sicherheit zu erzielen.
Im ersten Teil des Seminars geht es um Verschlüsselungsverfahren
wie RSA (public-key-Verfahren), DES/IDEA und AES und deren
mathematische Grundlagen. In der Praxis reicht es nicht aus, nur
Nachrichten verschlüsseln zu können, man benötigt auch
sogenannte kryptographische Protokolle, beispielsweise zum
Schlüsselaustausch und zur Authentifizierung. Diese Protokolle
besitzen meist eine relativ kurze Beschreibung, es ist jedoch
sehr schwer zu sehen, ob sie auch tatsächlich sicher sind,
selbst wenn man davon ausgeht, dass die eigentliche
Verschlüsselung nicht gebrochen werden kann. Oft gibt es sogar
für Protokolle, die in der Literatur beschrieben worden sind,
Angriffe, bei denen sich beispielsweise ein böswilliger
Eindringling als Kommunikationspartner ausgeben und so an
geheime Informationen gelangen kann. Der zweite Teil des
Seminars beschäftigt sich mit bekannten Protokollen und
Angriffen auf diese Protokolle. Im dritten und letzten Abschnitt
geht es dann um Entwurfsmethoden und Verifikationsverfahren, mit
denen man über die Sicherheit der entworfenen Protokolle
argumentieren oder die Unmöglichkeit bestimmer Angriffe beweisen
kann.
Folien des Einführungstreffens
Die Folien des Einführungstreffens sind erhältlich als
PDF und als
LaTeX-Quelle.
Vortragsthemen
Dies ist eine Liste der voraussichtlichen Vortragsthemen, die
sich bis zur Vorbesprechung noch geringfügig ändern kann.
Die Betreuer werden auch noch festgelegt.
Die den einzelnen Themen zugrundeliegende Literatur ist weiter unten
auf dieser Seite angegeben.
Literatur
Das Seminar stützt sich in Teilen auf das Buch:
[S03] William Stallings:
Cryptography and
Network Security - Principles and Practice
Third Edition, 2003. Prentice Hall.
Literatur zu den einzelnen Themen:
- [S03] Kapitel 9: Public-Key Cryptography and RSA
(zusätzlich Kapitel 8: Introduction to Number Theory)
- Phil Zimmermann: The Official PGP User's Guide.
MIT Press, 1995.
[S03] Abschnitt 15.1: Pretty Good Privacy
- Joan Daemen, Vincent Rijmen: "AES Proposal: Rijndael"
[PDF]
John Savard's Rijndael web page
- Jozef Gruska: Quantum Computing, 1999. McGraw-Hill.
Kapitel 1 & 6
- [S03] Kapitel 13: Digital Signatures and Authentication
Protocols
- Dorothy E. Denning, Giovanni Maria Sacco:
Timestamps in key distribution protocols.
Communications of the ACM, 24(7):533--535, August 1981.
[S03] Abschnitt 7.3: Key Distribution
- Gavin Lowe. An attack on the Needham-Schroeder public-key
authentication protocol. Information Processing Letters,
56:131--133, 1995.
G. Lowe: A Family of Attacks upon Authentication Protocols Department
of Mathematics and Computer Science, University of Leicester, 1997
Gavin Lowe: Some New Attacks upon Security Protocols.
Proceedings of 9th IEEE Computer Security Foundations Workshop,
1996.
Tzonelih Hwang, Yung-Hsiang Chen: On the security of SPLICE/AS -
The authentication system in WIDE Internet. Information Processing
Letters 53, 1995.
- Wie bei 7.
- [S03] Kapitel 18: Intruders
K. Ilgun, R.A. Kemmerer: State Transition Analysis: A Rule-Based
Intrusion Detection Approach. IEEE Transactions on Software
Engineering, Vol. 21, No. 3, 1995.
F. Bergadano, B. Crispo, G. Ruffo: Proactive Password Checking
with Decision Trees. ACM Conference on Computer and Communication
Security, 1997.
F. Bergadano, B. Crispo, G. Ruffo: High Dictionary Compression for
Proactive Password Checking. ACM Transactions on Information and
System Security (TISSEC), 1(1):3--25, 1998.
- P. Maggi and R. Sisto: Using SPIN to verify security properties of
cryptographic protocols. SPIN workshop 2002
-
Micheal Burrows, Martin Abadi, Roger Needham: A Logic of
Authentication, Digital Equipment Corporation, 1989, 1990
- M. Abadi and A. D. Gordon:
A Calculus for Cryptographic Protocols: The Spi Calculus
Fourth ACM Conference on Computer and Communications Security
p. 36-47, 1997, ACM Press
Hinweise
-
Vortrag: Die TeilnehmerInnen gestalten das Hauptseminar
durch ihre Vorträge. Im Anschluß an jeden Vortrag
besteht die Möglichkeit zu Fragen an den/die Vortragende/n
und Diskussion.
Es gibt nützliche Hinweise,
wie man einen
Vortrag hält. Bitte erstellen Sie übersichtliche
Folien mit großem Schriftsatz, Grafiken und evtl.
Farben. Auf keinen Fall sollten Kopien der Ausarbeitung
als Folien verwendet werden. Oft ist es auch sinnvoll,
Diagramme oder wichtige Stichpunkte auf der Tafel
darzustellen.
- Ausarbeitung: Neben dem Vortrag ist eine schriftliche
Zusammenfassung von ca. fünf Seiten Länge zu erstellen
und an alle HauptseminarteilnehmerInnen auszuteilen.
Da die Zusammenfassung sehr kurz ist, bietet sie eine
hervorragende Gelegenheit, sich bei ihrer Erstellung mit
LaTeX vertraut zu machen! Hier sind einige Quellen
zusammengestellt, die Ihnen bei der Erstellung von
LaTeX-Dokumenten helfen können:
-
Betreuung: Die Vorträge sollen anhand der von uns
zur Verfügung gestellten Literatur erarbeitet
werden. Dabei steht jedem/r Vortragenden ein/e MitarbeiterIn
des Lehrstuhls als BetreuerIn zur Seite. Die BetreuerInnen stehen
jederzeit für Fragen zur Verfügung. Spätestens
drei Wochen vor dem eigenen Vortrag müssen die
TeilnehmerInnen ihren BetreuerInnen ein Konzept für den
Vortrag sowie für die schriftliche Zusammenfassung
vorlegen. Dazu ist es unbedingt erforderlich, den Stoff selbst
vollständig verstanden zu haben! Es ist also ratsam,
frühzeitig mit der Vorbereitung zu beginnen, und die
Vorbereitung in enger Abstimmung mit dem/r jeweiligen BetreuerIn
vorzunehmen.
Eine Woche vor dem Vortragstermin müssen Entwürfe
für die Folien vorgelegt werden.
- Es besteht Anwesenheitspflicht. Wir erwarten neben dem
Vorbereiten und Halten eines Vortrags und der Anfertigung der
Zusammenfassung auch die aktive Beteiligung an den Diskussionen
im Anschluß an die Vorträge. Sollten Sie einmal an
der Teilnahme verhindert sein, so teilen Sie uns dies bitte
rechtzeitig mit.
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