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Projekt Bauhaus

Software-Architektur, Software-Reengineering und Programmverstehen

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Hintergrund

Das Wirtschaftsgut Software stellt mit stetig wachsender Tendenz einen wesentlichen Kostenfaktor und Ertragsanteil vermarkteter Produkte auch außerhalb der Softwareindustrie dar. Aus diversen Untersuchungen ist bekannt, daß 60-80% der Kosten eines Software-Produkts nach dessen Erstauslieferung entstehen, d.h. in der laufenden Wartung der Software zur Fehlerbeseitigung und Anpassung an geänderte Anforderungen.

Studien zeigen, daß Wartungsingenieure weit mehr als die Häfte ihrer Arbeitszeit damit verbringen, das zu ändernde Programm erst einmal zu verstehen, bevor sie konkrete änderungen entwerfen und realisieren. Als Folge mangelnder Informationen über die Systemarchitektur werden oft Modifikationen durchgeführt, die die ursprüglichen Entwurfsprinzipien des Systems ignorieren, wodurch die Software insgesamt undurchsichtiger, umfangreicher und folglich noch schwerer wartbar wird.

Die Universität Stuttgart hat in ihrem Strukturplan 1996 einen Forschungsschwerpunkt der Fakultät Informatik spezifisch auf die Unterstützung der Wartung und insbesondere auf den Bereich des Programmverstehens in der Wartung gelegt.


Ziele

Das Ziel des Projekts "Bauhaus" ist die Entwicklung von
  • Beschreibungsmitteln,
  • Analysemethoden und
  • zugehörigen Werkzeugen,
die es dem Wartungsingenieur erleichtern, semi-automatisch
  • diverse Sichten auf die Architektur von Altsystemen herzuleiten,
  • wiederverwendbare Komponenten zu identifizieren und
  • Auswirkungen von Programmänderungen abzuschätzen.
Die Analyseergebnisse sollen dauerhaft gespeichert und verfügbar sein, sozusagen als ein graduell entstehendes "Corporate Memory" für die Wartung. Für die Basisanalysen des Quelltexts werden bekannte Techniken aus dem Compilerbau, wie z.B. die Daten- und Kontrollflußanalyse, angepaßt und eingesetzt.

Eine detailliertere Beschreibung des Bauhauses, seiner Ziele und der verwendeten Techniken enthält dieser Artikel.


Preise

Bauhaus wurde prämiert beim DoIT Award 2003 für herausragende wissenschaftliche Leistungen und/oder Problemlösungen im Problemfeld Arbeit und Software im Unternehmen bzw. an einer Institution, die an einer Forschungseinrichtung oder Hochschule in Baden-Württemberg entstanden sind.

Demonstration

Einen kleinen Überblick über die Bauhaus und die aktuellen Werkzeuge erhalten Sie in dieser Präsentation

Tipp: Schalten Sie die automatische Seitenweiterleitung ihres PDF-Viewers ein und lehnen Sie sich zurück.

Haben Sie Interesse an einer Online-Tour durch Bauhaus, in der Sie die wichtigsten Fähigkeiten und Werkzeuge von Bauhaus kennenlernen werden? Dann folgen Sie uns hier entlang.


Beteiligte Institutionen


Ansprechpartner


Mitarbeiter

Ehemalige Mitarbeiter

  • Steffen Keul (Universität Stuttgart)
  • Daniel-Robert Gerlach (Universität Stuttgart)
  • Eva Kern (Universität Stuttgart)
  • Dr. Stefan Staiger (Universität Stuttgart)
  • Gunther Vogel (Universität Stuttgart)
  • Eduard Wiebe (Universität Stuttgart)
  • Stefan Bellon (Universität Stuttgart)
  • Dr. Daniel Simon (Universität Stuttgart)
  • Jörg Czeranski (Universität Stuttgart)
  • Thomas Eisenbarth (Universität Stuttgart)
  • Prof. Dr. Rainer Koschke (Universität Stuttgart)
  • Yan Zhang (Universität Stuttgart)
  • Hiltrud Betz (Universität Stuttgart)
  • Hartmut Keller (Universität Stuttgart)
  • Holger Kienle (Universität Stuttgart)
  • Dr. Georg Schied (Universität Stuttgart)
  • Jean-François Girard (FhG-IESE)
  • Martin Würthner (FhG-IESE)

Veröffentlichungen

Unsere Veröffentlichungen finden Sie in der virtuellen Bauhaus-Bibliothek. Besuchen Sie uns.

Reengineering-
Bibliographie

Im Zusammenhang mit dem Projekt "Bauhaus" wurde eine Bibliographie zum Thema Reverse-Engineering erstellt, die nun als offizielle Bibliographie des IEEE TCSE Committee on Reverse Engineering weitergeführt wird.

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jenke@informatik.uni-stuttgart.de